Samstag, 20. Juni 2015

Kindheitserinnerungen


Meine Kindheit verbrachte ich zwischen Donauwellen und Dauerwellen.



Freitag, 19. Juni 2015

Angst online



Die aktuelle Ausgabe der vonhundert ist jetzt online!
www.vonhundert.de

Mein "Text" ist links auf folgender Seite zu finden: 
http://www.vonhundert.de/2015-05/647_paulina-olszewska.php

Kunst und Wissenschaft

Lesenswert hierzu der Artikel von Sabine B. Vogel
http://sabinebvogel.at/martin-walde-im-cemm/

Schön, was der zitierte Wissenschaftler über künstlerische Denkweise sagt.

Donnerstag, 4. Juni 2015

FRONLEICHNAM

Es hat sehr viele Jahre gedauert, bis ich dieses katholische Fest verstanden habe. Und nicht durch die Katholische Kirche selbst, sondern über den "Umweg" Continuum Movement.
Als Kind habe ich dieses Fest, mit prunkvollen Prozessionen, Altären und Blütenteppichen geliebt.
Meine Oma väterlicherseits hat jedes Jahr einen dieser Altäre am Fuß der langen Sandsteintreppe, die zum ihrem Haus hinauf führte, geschmückt.
Dann, später wurde mir das Fest, das einen toten Körper verehrt,  extrem unheimlich, zumindest vom Namen her.
Erst viele Jahre später, irgendwann Mitte der Nuller-Jahre, in der Zeit, in der ich sehr intensiv Continuum Movement studierte, blitzte es mir während eines Fronleichnamsgottesdienstes, in dem der Priester bei der Wandlung eine riesige Hostie in die Höhe hielt, in den Kopf:
Dieses Fest feiert die Zelle als Ursprung allen Lebens - just zu Beginn des Sommers, wenn die Natur ihren Höhepunkt erreicht.
(Ich bin nicht sicher, ob die katholische Priesterwelt mit dieser Lesart einverstanden wäre, aber das ist eine andere Sache).

2008 entstand der Zyklus BlackmeetsWhite, bestehend aus 21 kleinformatigen, leinenbespannten Keilrahmen in der Größe 30x30 cm und einem großen Tryptichon.
Das Herz der kleinformatigen Leinwände ist wiederum ein Tryptichon, bestehend aus Black, White und BlackmeetsWhite, alle 3 Motive sind mit Perlgarn ins Leinen gestickt.


Ute Brönner, BLACKMEETSWHITE, 2008 
je 30x30 cm, Perlgarn auf Leinwand


2012 war ich im Sommer im Museo del Patriarca in Valencia, in dem es u.a. wundervolle El Grecos zu bewundern gibt.
Aber bewusst an diesem Tag hing anstelle von El Greco da ein anderes Bild, entstanden vermutlich viel früher. Ein Mysterienbild in gedeckten Farben, mit einer Monstranz in der Mitte, deren goldene Strahlen die Form von Spermien hatten, welche in die Hostie eindrangen und sich mit den Strahlen des Himmels verbanden. Ich ging fast in die Knie vor diesem Bild.
Es war nicht leicht, darüber Auskunft zu bekommen, da es erst vor wenigen Wochen aus einem Kloster ins Museum gekommen war und es noch keinerlei Forschung darüber gab. Es hing dort als Ersatz für El Greco, der für eine Wanderausstellung ausgeliehen war.
Das Gemälde ist mir seither nicht aus dem Kopf gegangen. Ich habe nie ein dichteres Bild über das Mysterium des Lebens gesehen.





Montag, 1. Juni 2015

Black Mountain College

Ab diesem Freitag, den 5. Juni 2015
läuft im Hamburger Bahnhof die Ausstellung zum
BLACK MOUNTAIN COLLEGE.

Das Black Mountain College war immer ein großes Vorbild für mich und meine Art zu arbeiten und zu lehren.
Ich bin gespannt und freu mich drauf!

http://www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/hamburger-bahnhof/ausstellungen/ausstellung-detail/black-mountain-lehren-und-lernen-als-auffuehrungskuenste.html

Donnerstag, 28. Mai 2015

Hellersdorf

Eine meiner größten und umfassendsten Gestaltungsaufgaben im Atelier Loidl in den 90er Jahren war das Forschungsprojekt
"Fertigstellung der Großsiedlung Hellersdorf unter ökologischen Aspekten", getragen durch Bundesbauministerium, Senat für Stadtentwicklung und Umweltschutz und Wohnbaugesellschaft Hellersdorf.

Rund 20 Jahre nach Fertigstellung des Modellhofes "Schweriner Hof" schreibt Kollege Thilo Folkerts in der schweizerischen Landschaftsarchitekturzeitschrift anthos darüber (anthos1/2014, Großsiedlungsgrün).
Ich habe dieser Tage durch Kollegen Kenntnis von dem Artikel erhalten und habe mich gefreut.
Anbei zum Lesen/Herunterladen als pdf:
http://www.100land.de/index.php/ger/texte/text/Das-Kleine-im-Grossen


Expression of our Time / Ausdruck unserer Zeit



"Ich war im Internet, verzweifelt auf der Suche nach Regen." /

"I was on the internet, desperately looking for rain."


(excerpt from a lively conversation I had on the last week-end (Pfingsten))



Freitag, 22. Mai 2015

Marienburger

Die Marienburger Straße im Prenzlauer Berg ist für mich seit längerem eine Art Brennglas der "Ich sehe nur mich" - Gesellschaft. Und da meine ich nicht die vermehrt auf- und abfahrenden Ferrari- Maserati- und Lamborghini-Fahrer, die ja eh dafür bekannt sind und deren Karossen man immerhin bestaunt (und im Stadtgebiet lassen die einen eigentlich in Ruhe - da gibt es aus meiner Erfahrung eher die Autobahnnervereien)
Versuchen Sie mal während der rush hour werktags zwischen 16 und 18 Uhr als Fußgänger unbedrängt und unbeschadet dort langzulaufen.
Wenn Sie es schaffen, dann kontaktieren Sie mich. Ich lade Sie zum Kaffee ein.

Es sind - das ist die allerschlimmste Spezies, die mir da auf dem Gehweg begegnet - Mütter mit riesigen Hollandrädern, ausladenden Lenkern und Kindersitz hintendrauf, die sich in völliger Selbstgerechtigkeit zwischen den Fußgängergruppen, wie mit einer Fregatte, schwer in die Pedale tretend, vorzugweise an den engsten Stellen des Gehwegs vorbeidrängen und dabei selbstverständlich - ! - in ihr Smartphone flöten. Da können die ja nicht sehen, ob sie jemanden aus dem Weg drängen. Das müssen wir schon verstehen.
Und dann - das ist die Steigerung - gibt es die  - meistens auch Mütter, seltener Väter (das liegt vermutlich an der Rollenverteilung der Kinderabholerei) - die dazu noch ein bis zwei Gören neben und vor sich fahren haben, im Vollspeed (später soll der Filius sicher mal Ferrari fahren).
Klar gibt es dann auch noch die ewigen helmtragenden jungen Männer, die mit stechendem Blick an mir vorbeirasen.
Und dann - zunehmend - die älteren helmtragenden Damen - gleichermaßen rücksichtslos.
Alle finden es selbstverständlich sich in ihrer Illegalität auf dem Fußgängerweg ihr Recht durch puren Speed zu nehmen. Sie haben sich schon so eingerichtet, dass sie gar nicht mehr wissen, dass sie da eigentlich nicht hingehören.
Und eigentlich gleicht der ganze Gehweg um diese Zeit einem survival of the rudest.

Warum mich das aufregt?
Weil ich oft versuche, da langzugehen und es einem kraftraubenden Nahkampf gleicht.
Weil es wenig mit Fluss zu tun hat, wie ich das aus anderen urbanen Welten kenne, in denen noch viel mehr Menschen gleichzeitig die Gehweg benutzen. Da macht es Freude, mitzuschwimmen.
Schon auch - und da komme ich mir ein wenig seltsam vor, das so zu schreiben - weil ich anders erzogen bin und meine Kinder anders erzogen habe. Rücksicht war und ist ein wichtiges Wort für mich geblieben (nicht, dass wir nicht auch auf dem Gehweg fahren - das geht ja bei diesem Kopfsteinpflaster hier gar nicht anders, aber wir nieten nicht jeden um).

Es stimmt, wahrscheinlich sind es immer noch die gleichen berühmten, oft beschriebenen Kinderwagen-Mütter, die nun mit ihren Kindern älter geworden sind. Sie sind gleich mühsam geblieben für die städtische Gesellschaft. Es ist eine gruselige Vorstellung, dass die mit mir hier altern.






Donnerstag, 7. Mai 2015

Erschienen

please klick for the whole picture

Enthält auch einen Beitrag von mir zu (meinem) Spezialthema: Angst.
Enjoy!


Montag, 4. Mai 2015

Granada in Berlin

Renata Lucas' fountain at Neugerriemschneider was my very favourite of all art I've seen
at the Gallery Weekend 2015.

It is located in the small and pieceful courtyard in Linienstraße 155.
I saw it on one of these past sunny mornings when it was still very quiet.

The sound of the fountain and the refinement of its making and its twist (it is made out of three different fountains) is superb.
It adds beauty, movement and tranquility to the place and it makes my Landscape Architect's heart sing.

It is still there. You can stop bye and pay it a visit.
Until end of May.

Renata Lucas at Neugerriemschneider