Freitag, 22. Mai 2015

Marienburger

Die Marienburger Straße im Prenzlauer Berg ist für mich seit längerem eine Art Brennglas der "Ich sehe nur mich" - Gesellschaft. Und da meine ich nicht die vermehrt auf- und abfahrenden Ferrari- Maserati- und Lamborghini-Fahrer, die ja eh dafür bekannt sind und deren Karossen man immerhin bestaunt (und im Stadtgebiet lassen die einen eigentlich in Ruhe - da gibt es aus meiner Erfahrung eher die Autobahnnervereien)
Versuchen Sie mal während der rush hour werktags zwischen 16 und 18 Uhr als Fußgänger unbedrängt und unbeschadet dort langzulaufen.
Wenn Sie es schaffen, dann kontaktieren Sie mich. Ich lade Sie zum Kaffee ein.

Es sind - das ist die allerschlimmste Spezies, die mir da auf dem Gehweg begegnet - Mütter mit riesigen Hollandrädern, ausladenden Lenkern und Kindersitz hintendrauf, die sich in völliger Selbstgerechtigkeit zwischen den Fußgängergruppen, wie mit einer Fregatte, schwer in die Pedale tretend, vorzugweise an den engsten Stellen des Gehwegs vorbeidrängen und dabei selbstverständlich - ! - in ihr Smartphone flöten. Da können die ja nicht sehen, ob sie jemanden aus dem Weg drängen. Das müssen wir schon verstehen.
Und dann - das ist die Steigerung - gibt es die  - meistens auch Mütter, seltener Väter (das liegt vermutlich an der Rollenverteilung der Kinderabholerei) - die dazu noch ein bis zwei Gören neben und vor sich fahren haben, im Vollspeed (später soll der Filius sicher mal Ferrari fahren).
Klar gibt es dann auch noch die ewigen helmtragenden jungen Männer, die mit stechendem Blick an mir vorbeirasen.
Und dann - zunehmend - die älteren helmtragenden Damen - gleichermaßen rücksichtslos.
Alle finden es selbstverständlich sich in ihrer Illegalität auf dem Fußgängerweg ihr Recht durch puren Speed zu nehmen. Sie haben sich schon so eingerichtet, dass sie gar nicht mehr wissen, dass sie da eigentlich nicht hingehören.
Und eigentlich gleicht der ganze Gehweg um diese Zeit einem survival of the rudest.

Warum mich das aufregt?
Weil ich oft versuche, da langzugehen und es einem kraftraubenden Nahkampf gleicht.
Weil es wenig mit Fluss zu tun hat, wie ich das aus anderen urbanen Welten kenne, in denen noch viel mehr Menschen gleichzeitig die Gehweg benutzen. Da macht es Freude, mitzuschwimmen.
Schon auch - und da komme ich mir ein wenig seltsam vor, das so zu schreiben - weil ich anders erzogen bin und meine Kinder anders erzogen habe. Rücksicht war und ist ein wichtiges Wort für mich geblieben (nicht, dass wir nicht auch auf dem Gehweg fahren - das geht ja bei diesem Kopfsteinpflaster hier gar nicht anders, aber wir nieten nicht jeden um).

Es stimmt, wahrscheinlich sind es immer noch die gleichen berühmten, oft beschriebenen Kinderwagen-Mütter, die nun mit ihren Kindern älter geworden sind. Sie sind gleich mühsam geblieben für die städtische Gesellschaft. Es ist eine gruselige Vorstellung, dass die mit mir hier altern.






Donnerstag, 7. Mai 2015

Erschienen

please klick for the whole picture

Enthält auch einen Beitrag von mir zu (meinem) Spezialthema: Angst.
Enjoy!


Montag, 4. Mai 2015

Granada in Berlin

Renata Lucas' fountain at Neugerriemschneider was my very favourite of all art I've seen
at the Gallery Weekend 2015.

It is located in the small and pieceful courtyard in Linienstraße 155.
I saw it on one of these past sunny mornings when it was still very quiet.

The sound of the fountain and the refinement of its making and its twist (it is made out of three different fountains) is superb.
It adds beauty, movement and tranquility to the place and it makes my Landscape Architect's heart sing.

It is still there. You can stop bye and pay it a visit.
Until end of May.

Renata Lucas at Neugerriemschneider

Freitag, 17. April 2015

The Inside is none of your Business




























[Cosinus von Alpha]:
The inside is none of your business

at KÖLNER LISTE 2015
April 16 - April 19 2015
www.koelner-liste.org       

Freitag, 27. März 2015

No Icing please!

I like carrot cake - and most of all I like the icing on top of it. The combination of the creamy softness of the icing and the moist carrot cake itself. Delicious!

Yet, I would much prefer the reconstruction of the Berliner Schloss without icing, since it is not a carrot cake but a building of the 21st century.
No icing please! Leave it as is: Plain and simple concrete. Just put some equally plain and simple stainless steel windows in.
And then let it become the Humboldt Forum, as a lab for future generations.



Freitag, 20. März 2015

Blinded by the Sun

This was magic.
It felt like in a Stanley Kubrick Movie - just in real time, in real life.

Mittwoch, 18. März 2015

Maerzmusik

Als Maerz-Geborene empfehle ich die MaerzMusik - Festival für Zeitfragen.
beginnt ma 20. Mörz hier in Berlin.


Donnerstag, 12. März 2015

Feindifferenzierung II



Liebe Künstler, liebe Künstlerinnen und Künstler, liebe KünstlerInnen, liebe Künstler_innen, liebe Künstler*innen ...



Mittwoch, 11. März 2015

Feindifferenzierung I



ausgehender Winter  Vorfrühling  Frühling  Frühsommer  Sommer  Hochsommer  Spätsommer  Nachsommer  Frühherbst  Herbst  Spätherbst  Winter  tiefster Winter

Mittwoch, 4. März 2015

She is doing it again!


Oh no, not the KÖLNER LISTE again!

Well, yes, I am doing it again.
I really liked the openness and the curiosity of the visitors.
This is why.

People pay the entrance fee at the door and visit the fair like a museum of contemporary art.
No attempts of buying, instead a lot of interest in seeing the world through different perspectives.
This is why.

(Ok, I agree: It is a real pity, that most of the presented art was rather conventional and no big news at all. It did reflect in the eyes of most of the visitors at the end of their tour. They were disappointed. - Not of my booth though.)


The people from the LISTE are friendly and they show great interest in my work.
This is another Why.


It might not exactly be considered a hot spot in the art scene. 
Well, well.


I am going to send Cosinus von Alpha again:

[Cosinus von Alpha] 
The Inside is none of your Business
2014

KÖLNER LISTE
Cologne - Deutz
April 16 to April 19, 2015