Donnerstag, 18. Dezember 2014


Deiadasie

DEMOKRATIE IST ANSTRENGEND - DAGEGENSEIN IST EINFACH

Mein Kommentar zu Pegida und diesen unseligen Menschen, die sich da zu tausenden formieren.

Dafür musste ich die PAUSE unterbrechen.
Und jetzt ist wieder PAUSE.

Montag, 17. November 2014


Donnerstag, 6. November 2014

Ich habe nie dort gelebt - zu: 25 Jahre Mauerfall


Ich habe nie in der DDR gelebt, sie immer nur besucht, während meines Studiums in West-Berlin.
Wir mussten in die Jebensstraße und uns in Amtsstuben mit bräunlich-grün-grauer Färbung und Lysolgeruch ein Tagesvisum abholen und dann gingen wir auf Tagesexkursion mit Zwangsumtausch.
Davon könnte ich berichten an dieser Stelle.

Anstattdessen habe ich heute morgen ein Buch hervorgezogen, weil ich mich an einen vor Jahren gelesenen Text erinnerte, der mir eine gute, weil undrastische und deshalb sehr einleuchtende Beschreibung lieferte, warum viele Menschen der DDR heute immer noch nachtrauern und sie gleichzeitig schauerlich war. Aus diesem möchte ich zitieren.
Es ist ein Text über Ambivalenz, von Irina Liebmann, einer Intellektuellen, die dort gelebt hat und aus dem weiten räumlichen und zeitlichen Abstand zurückblickt:

"... Wenn ich an die DDR denke, dann habe ich zuallererst das Gefühl einer guten, friedlichen Zeit. Stille Straßen, Sonne auf dem Schulweg, Geschäfte, in denen es immer dasselbe zu kaufen gibt, ein kleines ausreichendes Sortiment, dazu die Überraschungen: Es gibt Tomaten!  ...
Es ist auch viel Kindheit dabei, viel Deutschland in den 50er Jahren. Aber wenn ich mir dann vorstelle, ich könnte wieder rein in die Zeit, dann würde ich es nie, nie wieder wollen.  ...
Immer unvorstellbarer werden mir mit der vergehenden Zeit unsere Pioniertücher und FDJ-Hemden, aber die sind es nicht einmal, die mir einen Rückweg für immer versperren, sollte er möglich sein, sondern das Gefühl, dass ich eine riesenhafte Erziehungsanstalt betreten würde, ein Gebiet, in dem alle zutiefst der Überzeugung sind, dass es kein Land der Welt geben kann, wo die Menschen einfach machen, was sie wollen.
Das war die erste, die grundlegendste Vereinbarung, die es in der DDR gab: Bürger eines Staates zu sein, heißt, sich zu fügen." 

aus: Irina Liebmann,  Nichts war gemütlicher als diese Diktatur, Die "kritischen" Intellektuellen in der DDR (erschienen in: 10 Jahre Villa Aurora, 1995-2005, Herausgeber: Villa Aurora e.V., München, 2005, S. 64-65)


Irina Liebmann ist 1943 in Moskau geboren und in der DDR aufgewachsen. Sie studierte Sinologie in Leipzig und reiste 1988 nach West-Berlin aus. Zahlreiche Preise und Stipendien. Der Text entstand während ihres Stipendiaten-Aufenthaltes in der Villa Aurora 1995

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Ich spreche demnächst über: KONTEXT

please klick to see full picture

Alle Gestaltung hat und braucht, lebt von und durch:  KONTEXT

Hochschule Osnabrück
Fakultät A&L
Freiraumplanung
27.11. 14
19 Uhr
Raum: HD 0001

 http://www.al.hs-osnabrueck.de/sep-bfp.html

Ich freue mich über die Einladung und auf den Vortrag!

Freitag, 17. Oktober 2014

MATING IN THE GOOGLE/FACEBOOK AGE*

Do I want to comment on this?
I don't think so.

* aka Social-Freezing

Donnerstag, 16. Oktober 2014

6. EUROPÄISCHER MONAT DER PHOTOGRAPHIE BERLIN: exposure twelve



Der PROJEKTRAUM exposure twelve macht richtig gute Arbeit.
Empfehle ich gerne weiter:

FROM ONE PLACE TO ANOTHER

Vernissage: 18. Oktober 2014, 19 Uhr

www.exp12.com
greifswalder str. 217
10405 berlin

Dienstag, 14. Oktober 2014

PRIMARK

Was für eine Epidemie ist da über uns gekommen?!
Jedes Mal wenn ich zum Alex fahre - und das ist aufgrund meiner Ortslage in Berlin relativ oft - laufen mehr braune Papier Taschen mit hellblauem PRIMARK-Aufdruck herum.
Selten trägt ein junger Mensch nur 1 Tasche, meistens sind es 3, und meistens sind sie prall gefüllt, mit mindestens 3 Kleidungsstücken (zumindest Bügeln)
Und eigentlich tragen alle Menschen, die da über den Alex laufen, ein PRIMARK Tasche.
Was, frage ich mich, haben die jungen Menschen vorher getragen?! Und wieviele Kleidungsstücke kann man eigentlich nacheinander oder gleichzeitig tragen?!

Ich war noch nicht drin, im PRIMARK Paradies.
Das mache ich mit meiner Tochter.

Freitag, 10. Oktober 2014

The year 2014

habe ich die letzten zwei der Leinwände aus dem Stapel genannt.

Warum diese abgebrannten Leinwände?,  wurde ich sehr sehr oft während der Performance bei der BERLINER LISTE 2014 gefragt.

Die beiden verbrannten Leinwände tragen den Titel:  2014/ 07/ KW 31   The year 2014 

Wir befinden uns im chinesischen Jahr des Feuerpferdes und es war leider zu erwarten, dass es ein kriegerisches Jahr mit vielen heftigen Phänomenen geben würde:


"Das Pferd, das nun die eher unglückliche Schlange ablöst, enthält jede Menge Feuer, das Energie bringen soll, und in diesem Fall eben auch Holz, das das Feuer weiter anheizt. "Mit diesen Elementen können wir nicht erwarten, dass 2014 ein friedliches Jahr wird", prophezeit der Hongkonger Großmeister Raymond Lo, der bekannt ist für seine akkuraten Vorhersagen.
Das Jahr wird dramatisch: Konflikte, "feurige" Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche und Erdbeben, Rekordtemperaturen, Skandale und Streit – das alles trägt das Holzpferd in seinen Satteltaschen."
von Sophie Mühlmann, Die Welt online, 31.01.14

http://www.welt.de/vermischtes/article124405790/Duestere-Prognosen-im-neuen-Jahr-des-Pferdes.html

Leider ist Großmeister Lo wirklich sehr präzise.
Ich halte oft angespannt die Luft an und versuche zu vertrauen, dass nicht die ganze Welt in Flammen aufgeht.

Das kann ich leider nicht das ganze Jahr lang tun. Und regelmäßig weiteratmen ist möglicherweise eine gute Strategie für uns, die wir nicht aktiv ins Geschehen eingreifen, als Ebola Helfer, Flüchtlingshelfer, Soldaten an der Front.
Angst und Panik lässt den Atem stocken. Aggression im Feld läßt sich durch regelmäßiges, ruhiges Atmen mildern.
Auch wenn das jetzt vielen esoterisch anmutet: es gibt den Breath of The World!

Das nächste Jahr wird das Jahr der sanften Ziege. 
Halten wir durch!

P.S:
Und heute wird der Friedensnobelpreis verliehen... The year 2014 hat es vermutlich nicht verdient.
http://www.deutschlandradiokultur.de/friedensnobelpreis-kontroverse-entscheidungen-sind-moeglich.1008.de.html?dram:article_id=299905


Ute Brönner
ONE AT A TIME, Installation of 99 frames / canvases, 
at the bottom: 
frames # 98 and 99: 2014/ 07/ KW 3  The year 2014
next to: # 97: 2014/ 07/ KW 30 The long lost missing piece

BERLINER LISTE, Berlin 2014 


Donnerstag, 9. Oktober 2014

Was sich im Stapel verbirgt



ONE AT A TIME
performative Installation von 99 Rahmen/Leinwänden
oder
installative Performance von 99 Rahmen/Leinwänden
2014 (2009 - 2014)
wie auf der BERLINER LISTE im September 2014 gezeigt
dreht sich um:

- Masse und Individuum
- Strukturierung von Zeit
- minimale Interventionen (mit teilweise großen Auswirkungen)
- Restriktion als Bedingung von Freiheit
- Materialeinheitlichkeit und Formgleichheit als Bedingung von Variabliät
- Veränderung über die Zeit
- das Material selbst
- bewusstes Umstapeln von links nach rechts
- die conditio humana (insbesondere die weibliche)


Ute Brönner
ONE AT A TIME, Installation of 99 frames / canvases, 
frames # 98 and 99: 2014/ 07/ KW 3  The year 2014

BERLINER LISTE
Berlin 2014
photo: Schünemann, Berlin



Ute Brönner
ONE AT A TIME, Installation of 99 frames / canvases
frame # 54: 2011/ 04/ KW 14   Selbstgemacht!
reference frames on the floor: 2014/ 07/ KW 3   The year 2014


BERLINER LISTE
Berlin 2014

photo: Schünemann, Berlin
Ute Brönner
ONE AT A TIME, Installation of 99 frames / canvases, 
frame # 13: 2009/ 19/ KW 43  Sie wünschte sich 7
reference frames on the floor: 2014/ 07/ KW 3  The year 2014

BERLINER LISTE
Berlin 2014

photo: Schünemann, Berlin
Ute Brönner
ONE AT A TIME, Installation of 99 frames / canvases, 
frame # 1: 2009/ 09/ KW 38   Between Ebb and Flow 
reference frames on the floor: 2014/ 07/ KW 3  The year 2014

BERLINER LISTE
Berlin 2014

photo: Schünemann, Berlin