Freitag, 6. November 2015
Wo sind die guten Entwürfe?
Die Wohnbaukrise ist da, viele hunderttausend Flüchtlinge wollen untergebracht werden - aber wo ist die Qualitätsdebatte?
An einen befreundeten Landschaftsarchitekten schrieb ich Mitte September, kurz nachdem klar wurde, es wird Modulbauweisen geben, durchaus resigniert:
"So ist das mit der Stadtplanung und all den Idealen - sie greifen nur in friedlichen Zeiten... eine nüchterne, wenngleich nicht neue Erkenntnis."
Niklas Maaks Artikel DIE STUNDE DER ARCHITEKTEN in der FAZ vom 6.11. fragt in die Runde, nach den Entwürfen und genau dieser Qualitätsdebatte.
Als jemand der Anfang der 90er für die Freiräume der Plattenbausiedlungen der ehemaligen DDR recht grundsätzliche Lösungen erarbeitet hat und dazu das Wesen und die Entstehung der Plattenbauten erforscht hat, denke ich: Im Modulwohnungsbau liegen durchaus Chancen - es gilt das Wissen, das wir darüber haben, anzuwenden, damit nicht nur gemetert wird, sondern qualitätvolle Stadträume entstehen.
Zum Nachlesen, insbes. die Zusammenfassung unserer Forschung seinerzeit im Atelier Loidl: http://www.100land.de/index.php/ger/texte/text/Das-Kleine-im-Grossen
Sonntag, 1. November 2015
Dienstag, 20. Oktober 2015
Donnerstag, 15. Oktober 2015
Freitag, 9. Oktober 2015
Pre-Internet-Post
Am 1. Oktober verstarb meine Oma im hohen Alter von 98 Jahren.
Als mich die Nachricht von ihrem Tod erreichte, schaute ich mir im Netz grade eines von Britta Thies WEB-Tagebüchern TRANSATLANTICS an (im Auftrag der Kunsthalle Schirn erstellt).
Es ist voll von medialer Existenz.
Britta Thie, geboren 1987, arbeitet zur Veränderung menschlichen Verhaltens durch digitale Medien/Internet.
Meine Oma ist im 1.Weltkrieg geboren, hat den 2. Weltkrieg als junge Mutter miterlebt. Sie war Bäuerin und sehr erdverbunden und hatte zeitlebens eine große Skepsis gegenüber jeder Form von medialer Aufzeichnung ihrer selbst (Foto, Video, Tonaufnahmen). Sie exisitierte durch ihr Dasein für uns und für die Menschen in dem Dorf, in dem sie lebte und durch das, was sie täglich tat und herstellte.
Mit ihr geht für mich eine Ära zu Ende und es wirkt mir, als schwemme mit ihrem Tod das Digitale Zeitalter nun endgültig zur Tür herein.
Als mich die Nachricht von ihrem Tod erreichte, schaute ich mir im Netz grade eines von Britta Thies WEB-Tagebüchern TRANSATLANTICS an (im Auftrag der Kunsthalle Schirn erstellt).
Es ist voll von medialer Existenz.
Britta Thie, geboren 1987, arbeitet zur Veränderung menschlichen Verhaltens durch digitale Medien/Internet.
Meine Oma ist im 1.Weltkrieg geboren, hat den 2. Weltkrieg als junge Mutter miterlebt. Sie war Bäuerin und sehr erdverbunden und hatte zeitlebens eine große Skepsis gegenüber jeder Form von medialer Aufzeichnung ihrer selbst (Foto, Video, Tonaufnahmen). Sie exisitierte durch ihr Dasein für uns und für die Menschen in dem Dorf, in dem sie lebte und durch das, was sie täglich tat und herstellte.
Mit ihr geht für mich eine Ära zu Ende und es wirkt mir, als schwemme mit ihrem Tod das Digitale Zeitalter nun endgültig zur Tür herein.
![]() |
| socks made by my granny |






